0521-42 82 15 6

Im Herbst 2012 berichteten die Medien vermehrt über Unfälle in fernöstlichen Textlfabriken; vor allem das Feuer in Dhaka, Bangladesch erregte große Aufmerksamkeit. Auch wir haben seinerzeit viele dieser Berichte verfolgt und waren erschütert über die Verhältnisse vor Ort. Dort saßen 14-jährige Mädchen an Nähmaschinen und mussten 14 Stunden täglich arbeiten, während an Essens-, Trink- oder Toiletenpausen nicht zu denken war. Wer meckerte, konnte mühelos ersetzt werden. Wir fanden das so schrecklich, dass wir fortan genau darauf achten wollten, wo unsere Bekleidung herkommt.

„Die Idee“

Es klingt floskelhaft, aber: Kaum zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht.

Die Geschichte von Geniestreich hat vor nunmehr zehn Jahren ihren Anfang gefunden, weshalb wir in den folgenden Wochen sowohl Ein- als auch Rückblicke mit Euch teilen möchten. Was hat uns unternehmerisch inspiriert und motiviert, während zuhause kleine Kinder zu jungen Erwachsenen herangewachsen sind?
Wir freuen uns, Euch auf eine persönlich-professionelle Reise mitzunehmen… und umso mehr auf die nächsten zehn Jahre Geniestreich!  

Anfang 2013

Die Idee kam Anfang 2013.

Grundsteine eines Geniestreichs

Um neue Dinge zu beginnen, braucht es besondere Motivation - das gilt im Kleinen wie im Großen. Wie also kommen Menschen, die bislang keinerlei Berührungspunkte zur Textilindustrie hatten, auf die Idee, Jeans produzieren zu wollen? Bei uns spielten zwei Faktoren eine entscheidende Rolle, die zusammen unseren ganz individuellen Antrieb formten.  

Der neue Grundsatz wurde im Januar 2013 erstmals auf die Probe gestellt, denn Andy brauchte eine neue Jeans

Die Suche nach einer fair (und bestenfalls in Deutschland) hergestellten Hose gestaltete sich zu diesem Zeitpunkt überraschend schwer. Unsere Recherche ergab, dass zahlreiche Marken, denen man „Made in Germany“ zugetraut häte, in den einschlägigen Fabriken in Fernost produzieren lassen.

Da Andys Vertrag bei seinem damaligen Arbeitgeber im Dez. 2012 auslief, nutzte er seine gewonnene Zeit zur Orienterung und zu weiteren Nachforschungen im Jeans-Sektor.
Jede Menge wissenswerte Infos wurden zusammengetragen, führten uns aber nicht zu einer überzeugten Entscheidung. Beinahe häte das recherchierte Material schon Staub angesetzt – doch der Hinweis einer Freundin wirkte, als wollte uns das Leben auf ein offenstehendes Türchen hinweisen. 

Beinahe häte das recherchierte Material schon Staub angesetzt – doch der Hinweis einer Freundin wirkte, als wollte uns das Leben auf ein offenstehendes Türchen hinweisen. Sie stellte den Kontakt zu einem Bekannten her, der bereits für einen renommierten Jeans-Hersteller tätg war und anschließend ein eigenes Fachgeschäft eröffnet hate.

 

Ein gemeinsamer Besuch vor Ort in Süddeutschland..

..zeigte uns einen sehr erfahrenen und sehr hilfsbereiten Mann, der viele Fragen beantworten konnte. Vieles von dem war für uns einfach zu weit weg, aber die Basis dessen, was wir dort erfahren haben, führte dazu, dass Andy an einem Morgen im Bett liegend zu Julia sagte:Ich glaube wir machen die Jeans in Deutschland einfach selber. Und wenn wir das machen, dann machen wir das gleich ökologisch sinnvoll.“ und eine noch schlaftrunkene Julia sagte dann vermutlich nicht ahnend, dass das der Startschuss sein sollte: „Ja, mach mal“.

Weiter....?